Standards
WCAG, BITV, EN 301 549: Unterschiede und welche Norm gilt
Drei Kürzel, eine Logik. Wir entwirren den internationalen Standard, die europäische Norm und das französische Regelwerk.
Wer sich mit digitaler Barrierefreiheit beschäftigt, stößt schnell auf drei Kürzel: WCAG, EN 301 549 und RGAA. Die gute Nachricht: Sie beschreiben dieselbe Wirklichkeit auf unterschiedlichen Ebenen.
WCAG: der internationale Standard
Die Web Content Accessibility Guidelines, herausgegeben vom W3C, sind die weltweite Referenz. Sie definieren Erfolgskriterien, die in drei Stufen (A, AA, AAA) und vier Prinzipien (wahrnehmbar, bedienbar, verständlich, robust) gegliedert sind. Die aktuelle Version ist WCAG 2.2.
EN 301 549: die europäische Norm
EN 301 549 ist die harmonisierte Norm der Europäischen Union für die Barrierefreiheit von Technologien. Für das Web übernimmt sie die WCAG-Kriterien der Stufe AA. Sie ist die technische Referenz, auf die der EAA und die Richtlinie für den öffentlichen Sektor verweisen.
RGAA: das französische Regelwerk
Das RGAA setzt die WCAG in eine präzise Testmethode mit Schritt-für-Schritt-Tests um. Es dient in Frankreich als operativer Rahmen und liefert eine Vorlage für die Barrierefreiheitserklärung.
Kurz gesagt
Die WCAG 2.2 der Stufe AA einzuhalten bedeutet, EN 301 549 für das Web zu erfüllen und damit den Kern der EAA-Anforderungen abzudecken. Das RGAA ist das methodische Werkzeug, das bei der Überprüfung hilft.
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